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Franziska Ambacher

Biografieberaterin
Persönlichkeits- und Business-Coach
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Meine Schwerpunkte:

In der Sinnkrise neue Wege finden

20.05.2022

Jobfrust: DAS Warnsignal Nummer 1, dass Dein Arbeitsplatz in Gefahr ist

 

Fühlst Du Dich manchmal wie im falschen Film und träumst davon, an einem völlig anderen Arbeitsplatz zu sein? Bist Du oft gelangweilt oder überfordert und wünscht Dir den Jobfrust in Arbeitslust zu verwandeln? Anhand eines Beispiels eines Kunden wie meiner eigenen Biografie zeige ich Dir heute, welches DAS Warnsignal Nummer 1 ist, dass Dein Arbeitsplatz in Gefahr ist. Neugierig geworden? Dann lies schnell weiter, welche Schritte ich Dir für den Wendepunkt in Deinem Berufsleben empfehle…

 

Völlig gedankenversunken saß ich vor meinem Block, als sich plötzlich ein fremder Mann vor unserem Tisch aufbaute. „Ihre Tochter malt außergewöhnlich schön!“ sagte er fröhlich und sah meinen Vater direkt an. Ich blickte auf und war ganz still. Scheinbar wusste dieser fremde Mann etwas über mich, was ich selbst noch nicht wusste. Er wusste mit Klarheit und voller Überzeugung zu behaupten, dass ich schön malen könne. Das hatte bisher noch niemand über mich und meine Werke gesagt.

Damals war ich sechs Jahre alt.

 

Völlig versunken im Flow aufgegangen

Stundenlang und in völliger Stille saß ich regelmäßig vor einem großen weißen Blatt Papier und malte. Ich malte in den buntesten Farben, die ich bereits zu meinem 4. Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Landschaften, Tiere, Menschen. Alles kam einmal dran. Vor allem malte ich aber meine Gefühle, die ich damals noch nicht in Worte kleiden konnte.

Ich liebte das Malen. Es war mein Steckenpferd. Sogar wenn ich meinen Vater auf unseren Kaffeehausbesuchen durch die Stadt begleitete, malte ich. Meinen Malblock und die Farben hatte ich immer bei mir. Daran hatte sich mein Vater schon gewöhnt.

 

Ein großes Talent wird früh erkannt

Eines Tages saßen wir in einem Kaffeehaus in der Münchner Innenstadt. Mein Vater las in Ruhe die Wochenzeitung DIE ZEIT und ich malte still neben ihm am Tisch. Das ging dann über Stunden so und keinem von uns beiden fehlte etwas. Beide waren wir versunken in unsere Welt. Eine Art Flow, der uns erfasst hatte. Ohne dass wir ein Wort miteinander gesprochen hätten, waren wir im regen Austausch. Sogzusagen mit uns selbst und der Sache, die jeweils von höchstem Interesse für uns war.

Als dieser fremde Mann plötzlich vor unserem Tisch stand und über mein Talent sprach, war ich regelrecht baff. Es folgte eine Unterhaltung zwischen meinem Vater und diesem Mann. Ich folgte ihr nicht. Ich blieb in meiner Kinderwelt und malte einfach weiter. Trotzdem ist dieses Ereignis immer noch in meinem Kopf so präsent, als wäre es gestern gewesen.

Warum ich Dir in diesem Blogbeitrag aus meinen Kindertagen erzähle?

Ganz einfach.

 

DIESES Warnsignal zeigt an, dass Dein Arbeitsplatz in Gefahr ist

Weil ich fest davon überzeugt bin, dass wir unsere größten Stärken und Talente einfach zu wenig kennen. Geschweige denn in unserem Berufsleben sinnvoll einsetzen. Und das ist auch DAS eine Warnsignal, das Dir zeigt, dass Dein Arbeitsplatz vielleicht schon länger in Gefahr ist, als es Dir lieb sein kann.

Wenn Du nämlich nicht tust, was Dir leichtfällt und was Du sozusagen aus dem Ärmel schüttelst, eben weil Du talentiert bist, zumindest eine Neigung dazu verspürst, dann hat dies massive Auswirkungen auf Deine Psyche, auf Deine Leistung und auf die Zufriedenheit Deiner Vorgesetzten und/oder Kunden.

 

Ein gutes Leben gibt’s nicht von der Stange

Die Gefahr, Deinen Arbeitsplatz zu verlieren, ist dadurch höher, als Dir das vielleicht bisher bewusst war. Wenn Du zu leichtfertig mit dem schlechten Bauchgefühl umgehst, verspielst Du ein gutes Leben. Das meine ich nicht nur beruflich.

Ein gutes Leben bedeutet, keine Lebenszeit und keine Lebensqualität zu verschleudern. Das geschieht jedoch, sobald Dir die Lebensfreude in Deinem Beruf fehlt. Das ist DAS Warnsignal Nummer 1, vor dem Du Dich hüten solltest. Ach und ein gutes Leben gibt’s nicht von der Stange. Was ein gutes Leben ist, das bestimmst nur Du. Weil Du in Dir bereits die Antwort darauf trägst, was ein für Dich gutes Leben bedeutet.

 

„Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin,
als Erwachsener einer zu bleiben.“


(Pablo Picasso, spanischer Maler, 1881 – 1973)

 

Als Kind, damals beim Malen, erklärte mir mein Vater, dass ich, wenn ich einmal groß wäre, mit meinem Talent alles machen könnte, was ich wollte. Ich würde malen, damit mein Geld verdienen und glücklich sein. Ja, das klang logisch für mich. War ja auch entsprechend meinen Talenten ein roter Faden. Immerhin wusste das der fremde Mann an unserem Kaffeehaustisch auch schon vorherzusagen. In diesem Glauben wuchs ich heran.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als Du denkst.

 

Vergessene Kindheitsvisionen

Glaube nicht, dass mein Vater diese Vision noch je einmal wiederholt hätte. Nein. Je älter ich wurde, desto weniger war dieser Weg ein in seinen Augen sinnvoller. Ich sollte lieber etwas Vernünftiges tun und einen Beruf lernen, der mehr Sicherheit bietet als der Beruf der Malerin.

Du kannst Dir lebhaft vorstellen, dass dies der Beginn einer langen Leidenszeit war. Nach und nach verschwamm vor meinem inneren Auge meine Vision, bis sie irgendwann völlig unkenntlich war. Sie war gemeinsam mit meinen beiden gescheiterten Versuchen, Malerei zu studieren, die Isar hinuntergeflossen. Auf Nimmerwiedersehen – Adieu.

Wie wichtig eine Vision ist und warum es sich unbedingt lohnt, dafür zu kämpfen, das erfährst Du in meinem Blogartikel „Kümmern Sie sich um Ihre Vision, nicht um Ihre Kritiker!“.

 

Karriereplanung mit angezogener Handbremse

Ich suchte mir zunächst zwar eine weiterführende Schule mit dem Kunstzweig aus, so dass ich schon hier bestmöglich auf meine Vision hinarbeiten konnte. Doch das anschließend geplante Malereistudium fand nie statt. Es kam aus den verschiedensten Gründen nicht dazu.

Einer davon war meine innere Handbremse, die ich wohl als Folge des widersprüchlichen Verhaltens meines Vaters anzog. Ich war plötzlich nicht mehr sicher, ob die Malerei noch eine gute Idee sein könnte. Alle meine Freundinnen lernten sinnvolle Berufe – aus Sicht meines Vaters. Ich hingegen würde nur einer Tagträumerei nachhängen.

 

Mach‘ was Sicheres

Wie ist es Dir ergangen? Hast Du selbst in Deiner Kindheit auch erste Hinweise auf Dein großes Talent gezeigt, die aber, je älter Du wurdest, geflissentlich übersehen wurden?

Ich kenne das von meinen Klienten nur zu gut. In Ihrer Kindheit begann es. „Mach‘ was Sicheres“ wurde ihnen entgegengeschmettert. Da waren sich alle Mütter und Väter ziemlich einig.

Viele meiner Klienten wurden in einen Beruf hineingedrängt, der im Außen scheinbar große Sicherheit und soziale Bewährtheit zu bieten hatte. Doch mit der Erfüllung der Kindheitsträume und dem Ausleben der eigenen Talente hatte das nicht im Entferntesten zu tun.

 

Er lebt das Leben eines anderen

Ich denke spontan an Gunnar, der in meiner Coaching- und Beratungspraxis eines Morgens aufschlug und damit herausrückte, wie es ihm wirklich geht. Er kam auf Empfehlung und wollte keinen Tag länger in die Steuerkanzlei seines Vaters gehen müssen. Du ahnst schon, welches Lebensziel Gunnar verwirklichen sollte. Das des Vaters.

So wie Gunnar geht es vielen, die nicht früh genug die Notbremse gezogen haben. Gunnar war damals übrigens Anfang 50. Nicht dass Du denkst, dieses Gefühl, dass Dein Arbeitsplatz womöglich der falsche Platz für Dein Leben wäre, Dich nicht auch im fortgeschrittenen Berufsleben ereilen kann.

 

Die Job-Krise kommt so sicher wie das Amen in der Kirche

Die nicht gelebten Anteile in uns holen uns manchmal noch Jahrzehnte später ein.

Gerade in Familienunternehmen, in denen die Nachfolge zu regeln ist, ist dies ebenfalls zu beobachten. Oft wird in der dritten Generation das Unternehmen aufgegeben, weil die Nachfolgegeneration in etwas hineingedrängt wurde, dass sie in Wirklichkeit gar nicht wollte.

Dem eigenen Vater die rote Karte zu zeigen, ist nochmal eine Stufe härter, als „nur“ seinem Chef gegenüber. So erging es natürlich auch Gunnar.

Wir arbeiteten hart daran, dass er sich einen unverstellten Blick auf seine eigene Biografie machen konnte. Nur durch ein etwas objektiveres Bild seiner Lebens- und Leidensgeschichte gelang es ihm wieder, bei sich selbst anzukommen. Stück für Stück gewann er sein Selbstvertrauen zurück und erkannte, wer er wirklich anstelle des „Herrn Steuerberaters“ war.

 

Die Freude am Tun fehlt

Da sind wir wieder: Das ist DAS Warnsignal, von dem ich spreche. Es geht um Deine Freude am Tun. Wenn Dir diese abhandenkommt oder von vornherein nie wirklich aufkam, dann solltest Du diesem Warnsignal Beachtung schenken. Je schneller, desto besser.

Wenn ich der von mir aufmerksam gelesenen Studie Glauben schenken darf, dann sind es 80 % der Erwerbstätigen, bei denen Freudlosigkeit am Arbeitsplatz ein tägliches Damoklesschwert darstellt.

Nur 20 % gehen demnach gerne an ihren Arbeitsplatz und erleben ein freudvolles, weil als sinnhaft empfundenes Dasein.

Solltest Du zu den 80 % der Erwerbstätigen gehören, denen jede Freude am Tun abhandengekommen ist, dann gehört eine Menge Mut dazu, einen anderen Weg einzuschlagen, als den bisherigen, schon längst ausgetretenen Pfad.

 

“In Deinen Momenten der Entscheidung wird Dein Schicksal geformt.“

(Tony Robbins, amerikanischer Bestsellerautor und NLP-Trainer, geb. 1960)

 

Dieser Pfad wirkt von außen betrachtet womöglich auch noch richtig sicher und frei von Sorgenpotenzial. Dein Beruf ist anerkannt und wird im Familien- und Freundeskreis als gut eingestuft. Jetzt auszuscheren, wo doch alle der Meinung sind, dass es ein prima Job sei, den Du da machst, ist nicht leicht.

Doch an der Last Deiner wirklichen Gefühle und der fehlenden Freude am Tun trägst Du immer schwerer. Du bist auch die einzige Person, die darunter leidet. Deshalb gibt es keine wirkliche Empathie für Dich in Deiner vertrackten Situation. Du wirst die Zügel selbst in die Hand nehmen müssen.

 

Die eigenen Talente werden ignoriert – und der Körper rebelliert

Ich erinnere mich noch gut an meine Gefühlswelt, als ich eben den Weg der Malerin nicht eingeschlagen hatte, weil ich doch lieber „was Sicheres“ tun sollte. Morgens stand ich in der Dusche und bei der Vorstellung, eine Stunde später auf dem Weg in eine Wirtschaftsprüfungskanzlei zu sein, um dort meinem „sicheren Job“ nachzugehen, musste ich mich regelmäßig übergeben. Verrückt. Man schluckt den Kummer so lange herunter, bis der Körper das Unwohlsein aus einem herausschleudert.

Das Beispiel von Gunnar zeigt uns, dass es auch Menschen im fortgeschrittenen Alter trifft. Doch selbst wenn der Schluckreflex über viele Jahre funktioniert hat, kommt der Tag, an dem er nicht mehr funktioniert. So war es bei Gunnar. So war es auch bei mir.

 

Schneller, als jede Stellenausschreibung

Als ich mich im tiefsten beruflichen Tal befand, ging eine Türe auf, mit der ich nicht in meinen kühnsten Träumen gerechnet hätte. Eine Freundin, die fest im Sattel eines international renommierten Modeunternehmens saß, wollte sich dort weiterentwickeln. Ihr eigener Posten wurde frei. Nur außer mir wusste das noch niemand. So war ich schneller, als jede Stellenausschreibung es sein konnte.

Damals erhielt ich aus erster Hand das höchst attraktive Angebot, in die Modeindustrie zu wechseln. Was glaubst Du, was mich meine letzten Kraftreserven gekostet hat? Genau. Die Bewerbung auf diese Position.

Der Sicherheit meiner bisherigen Jobs, die ich damit aufgebe, weinte ich keine Sekunde nach. Endlich konnte ich in einen kreativen Bereich wechseln und wieder näher an mein Potenzial heranrücken. Ein Fünkchen Hoffnung bestand demnach, meinem Kindheitstraum doch noch zu folgen.

Ich bekam die Stelle und heuerte wenige Wochen später in einer völlig anderen Branche mit völlig neuen Aufgaben überglücklich in diesem Unternehmen an. 10 Jahre lang war ich beruflich die glücklichste Person, die ich in meinem Umfeld bis dato kannte. Dass unser Leben einer festen Konstante folgt, nämlich der Veränderung, muss ich Dir sicherlich nicht erzählen. Deshalb heißt mein Unternehmen changeify.

Was dann passierte, dass kannst Du in diesem Video ansehen, denn mich überkam plötzlich eine Sinnkrise. Was ich tat, empfand ich nicht mehr als sinnstiftend. Wieder ein erfülltes Berufsleben, das wünschte ich mir sehnlichst. Heute lebe ich es. Und das, was Gunnar und mir widerfahren ist, gelingt Dir auch.

 

Ein erfülltes Berufsleben ist möglich

Gunnar übrigens tat Gleiches. Er hatte endlich den Mut, NEIN zu sagen und begann, neue berufliche Wege zu gehen. Aber eben erst, als er seinen Kummer nicht mehr hinunterschlucken konnte. Du musst schon mit dem Rücken zur Wand stehen, bevor Du etwas aus Dir selbst heraus veränderst. Weil Dir von klein auf eingetrichtert wurde, was richtig für Dich ist. Irgendwann hinterfragst Du das nicht mehr – leider. Die Abwärtsspirale ist mit der Vogel-Strauß-Politik nicht aufzuhalten.

 

„Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Macht euch nur von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.“

(Christian Morgenstern, deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer, 1871 – 1914)

 

Hier fängt der Selbstschutz an und hört der Perfektionismus auf

Was sich aber so leicht liest, bedeutet manchmal harte Arbeit an sich selbst, um dies zu erkennen. Es ist alles andere als einfach für jemanden, der selbst nie den Selbstschutz lebte bzw. für wichtig anerkannte, diesen nun einzuführen. Genau darin liegt die Arbeit im Coaching. Sich der Passivität und dem kritiklosen Erliegen klar zu werden. Schluss mit Anpassung und Entsprechung bei totaler Selbstaufgabe …

Deshalb sei realistisch und fange an, wieder zu entdecken, wer Du bist und was Du brauchst, damit Du zu einem erfüllten Berufsleben zurückfinden kannst.

Jetzt verstehst Du noch besser, weshalb bei changeify die Wertearbeit immer an erster Stelle steht. Wenn Du Dich nicht ausreichend kennst und nicht weißt, was Deine Wurzeln sind, aus denen Deine Persönlichkeit erwachsen ist, kannst Du auch nicht wissen, wonach Du suchen sollst. Wenn Du nicht weißt, wonach Du suchen sollst, kannst Du es natürlich auch nicht finden.

 

Persönlichkeitsentwicklung ist der Schlüssel

Die Arbeit mit und an der eigenen Persönlichkeit hat einen Fachbegriff bekommen: Persönlichkeitsentwicklung. Diese ist maßgebliche Grundlagenarbeit, damit Du – egal in welchem Beruf auch immer – wirklich erfüllt und glücklich Erfolge feiern kannst.

Deine Werte sind die Basis. Deine Stärken und damit auch Deine Talente sind die Elemente, die aus Deinen Werten erwachsen.

Das war schon damals eine wichtige Komponente in meiner Kindheit, als ich noch nie etwas von Werten gehört hatte. Denn es war mir bereits als Kind wichtig, dass alle Kleidungsstücke, die ich trug, auch zu meinen Schuhen und zu meinem Schulranzen passen mussten. Ich habe sie sonst verweigert zu tragen. Das hat mir niemand beigebracht. Das steckte bereits von Beginn an in mir. Heute weiß ich, dass die Werte Ästhetik sowie Kreativität zu meinem Wertegerüst gehören so wie die Rebe für den Wein unerlässlich ist.

 

Kennst Du Deine Werte?

Ich liebte jede Art von kreativer Arbeit und hatte auch ein gewisses Händchen dafür. Heute wird mir beispielsweise von Familie, Freunden und Kunden mitgeteilt, dass ich tolle Fotos mache oder optisch ansprechende Workshops wie Handouts gestalte. Das hängt alles damit zusammen.

Du kennst Dein eigenes Wertegerüst noch nicht? Bist aber neugierig geworden? Dann tue den ersten Schritt und melde Dich jetzt an für meinem kostenfreien Wertecheck, der Dir bei der Standortbestimmung hilft.

 

Wenn die Motivation nachlässt

Gunnar übrigens hatte alles andere als ein Händchen für die Steuerunterlagen seiner Mandanten. Er machte Fehler über Fehler. Konnte sich immer weniger motivieren und verbaselte regelmäßig Fristen, die er als Steuerberater hätte einhalten müssen.

Immer öfter überhörte er seinen Radiowecker. Er baute die Musik, die ihn morgens wecken sollte, einfach in seine Träume ein und weigerte sich im Unterbewusstsein, den Tag mit seinem steuerlichen Tagwerk zu beginnen.

Ich kann Dir sagen, seine Klienten fanden das alles andere als lustig, dass der „Herr Steuerberater“ wieder nicht pünktlich war. In Wirklichkeit waren es alles viele kleine Anzeichen, dass er nicht mehr wollte, weil er nicht mehr konnte.

 

Komplette Neuorientierung mit 50+

Sein ganzes System wehrte sich inzwischen und weil Gunnar so gar nicht hören wollte, musst er es erst zu spüren bekommen. Deshalb ereilten ihn auch eine mittelschwere Depression sowie die ersten Anzeichen einer Gürtelrose. Keine Frage, das setzte ihm noch zusätzlich gehörig zu. Er saß nicht umsonst wie ein Häufchen Elend vor mir.

Sein Steckenpferd war die Chemie. Er liebt es, die Zusammensetzung von unterschiedlichsten Stoffen zu ergründen. Verbrachte Stunden im Supermarkt, weil er jedes Glas und jede Verpackung umdrehte und nach Inhaltsstoffen untersuchte.

 

Plötzlich strahlten seine Augen

Die darin enthaltenen chemischen Verbindungen hatten es ihm einfach angetan. Wenn er in meinem Beratungszimmer saß, dann strahlten seine Augen, wenn er die Lebensmittel, die ich für ihn gekauft und an seinem Platz dekoriert hatte, umdrehte und mir davon berichtete, wie diese hergestellt werden und ob ich ein „gutes“ oder „schlechtes“ Naschwerk für ihn kaufte.

 

„Öffne der Veränderung Deine Arme, aber verliere dabei Deine Werte nicht aus den Augen.“

(Dalai Lama, spiritueller Lehrer, geb. 1935)

 

Deshalb entwickelten wir in der gemeinsamen Neuorientierungsarbeit eine Tätigkeit im technischen Lebensmittelbereich. Heute arbeitet er in solch einem Unternehmen und fühlt sich pudelwohl. Ich bin immer ganz glücklich, wenn es meine Klienten sind.

An dieser Stelle höre ich schon Deinen Einwand: „Wie kann jemand mit Mitte 50 einen Job in einem völlig anderen Bereich bekommen, wo er doch Steuerberater gelernt hat und nicht Lebensmitteltechniker?“.

 

Deine Positionierung ist das A & O

Auf den ersten Blick scheint das auch nicht ganz logisch zu sein. Doch wir fanden die passende Brücke für ihn, um genau diesen Change bei seiner Bewerbung für ihn sprechen zu lassen. Seine Werte waren dabei der Dreh- und Angelpunkt, um ihn neu zu positionieren.

Heute ruft er noch manchmal bei mir an. Er strahlt durchs Telefon. Dann erzählt er ganz begeistert davon, wie sehr ihm seine Arbeit Freude bereitet und welchen Impact er schon für sein Unternehmen erzielen konnte.

Sein Chef hat bereits viele neue Ideen mit ihm geplant und so wie es aussieht, wird er für dieses Unternehmen eine zusätzliche repräsentative Position einnehmen. Er freut sich schon jetzt darauf, zukünftig auf Bühnen zu stehen. Vor seinem inneren Auge sieht er sich schon, wie er bestimmte Lebensmittel präsentiert, die natürlich „gute“ sind und vielleicht auch davon, wie er selbst über Umwege bei seiner Leidenschaft gelandet ist.

Eine andere, ebenso spannende Erfolgsgeschichte der beruflichen Neuorientierung erzähle ich in diesem Blogartikel.

 

3 entscheidende Schritte zu Deinem Change im Berufsleben

Wenn Du selbst gerade an einem solchen Wendepunkt im Berufsleben stehst, weil Du zwar weißt, dass Du nicht mehr im Alten verhaftet bleiben willst, allerdings auch noch nicht weißt, wo es zukünftig hingehen soll, dann empfehle ich Dir die folgenden Schritte:

 

  1. Beginne ein Selbstexperte zu werden. Für Dich persönlich. Beobachte Dich täglich in allen Lebenslagen. Bald schon wirst Du feststellen, was Dir Freude bereitet und was Du aus dem Ärmel schütteln kannst. Ganz leicht, ohne große Anstrengung. Du wirst erkennen, was Du liebst und was eher nicht. Lass Dich treiben auf der Suche nach dem grundlegenden Expertenwissen über Deine eigene Person. Mache Persönlichkeitstests, wenn sie validiert sind. Besuche Seminare und Coachings, wenn sie seriös sind und suche Dir profunde Literatur, die Dich dabei unterstützt, immer mehr von Dir und über Dich herauszufinden.

 

  1. Transformiere das vermeintlich Unmögliche zum Möglichen. Dies gelingt Dir, in dem Du Neues ausprobierst. Sei offen und mutig und tue Dinge, die Du zuvor noch nie getan hast. Vielleicht kellnerst Du einfach einmal am Wochenende, weil Du schon immer wissen wolltest, wie es ist, direkt mit Menschen in Kontakt zu treten. Vielleicht machst Du ein Praktikum in einer Schreinerei, weil Dir das Material Holz schon immer gefallen hat. Vielleicht machst Du eine Weltreise, um herauszufinden, ob Du auch für andere Orte auf diesem Erdball gemacht bist. Das was Dir bisher Dein innerer (und äußerer) Kritiker verboten hat, erlaubst Du Dir selbst nun mit großem Tamtam. Sei kreativ, hau auf die sprichwörtliche K … und schließe nichts aus.

 

  1. Augen auf bei der Partnerwahl. Hier sollte es Dir besonders bewusst sein, dass es die Menschen in Deinem direkten Umfeld sind, die Dich entweder stärken oder schwächen. Logisch, dass ich Dir nur diejenigen empfehle, die Dich stärken. Das heißt, suche Dir Menschen, die Dich inspirieren, die an Dich und Deine Ideen glauben und die Dich dabei bestmöglich unterstützen. Ich meine damit nicht die ständigen Ja-Sager, die unkritisch alles abnicken, nur weil sie bei Dir nicht anecken wollen. Ich meine diejenigen, die Dich und Deine Fähigkeiten realistisch einschätzen und deshalb auch an der ein oder anderen Stelle konstruktive Kritik äußern. Du erkennst konstruktive Kritik daran, dass niemals Deine Persönlichkeit kritisiert wird, sondern lediglich Dein Verhalten. Auch sind jene Menschen hilfreich, die bereits dort sind, wo Du noch hinwillst. Suche also bewusst nach Vorbildern, die Dich magisch anziehen und Dich in ihren Sog von Begeisterung, Motivation und Engagement quasi mit hineinziehen.

 

Bei alledem geht es nicht darum, der neue Daniel Düsentrieb zu werden oder etwa der nächste Richard Branson. Es braucht auch keine revolutionäre Erfindung oder sonstige Paukenschläge.

 

„Liebe das Leben, das Du lebst. Lebe das Leben, das Du liebst.“

(Bob Marley, jamaikanischer Reggae-Sänger, Gitarrist, Songwriter und Aktivist, 1945 – 1981)

 

Es reicht völlig aus, wenn Du das tust, was Du wirklich willst und in dem Du aufgehst. Ein Beruf, den Du fast als Berufung empfindest, weil er so ideal zu Dir und Deinen Werten wie Stärken passt. Dann erst kannst Du auch andere Menschen oder Unternehmen von Dir und Deinen Fähigkeiten überzeugen und mit Deinem Talent die Welt täglich besser machen.

Die Reaktionen Deines beruflichen Umfeldes werden es Dir widerspiegeln, denn auf deren Applaus bist Du in Form von Gehalts- bzw. Lohnchecks wie der Buchung bzw. dem Kauf Deines Angebotes angewiesen.

Alles im Leben braucht die gesunde Balance zwischen Geben und Nehmen. Sobald Du in Dysbalance gerätst, ist Deine Gesundheit und damit auch Dein Arbeitsplatz in Gefahr. Lasse es soweit nie kommen.

 

Sei der Regisseur Deines eigenen Lebens

Erspare Dir also das im Vorfeld viel zu lange Ausharren am falschen Platz. Du wirst Deinen Job schneller los sein, als Dir lieb ist, wenn Du das, was mit ihm zusammenhängt, nicht gerne tust. Entweder wirst Du entlassen oder degradiert bzw. Du entlässt Dich aus diesen negativen Fangarmen.

Ich will Dich wachrütteln, damit Du niemals vergisst bzw. Dich daran erinnerst, dass Du schließlich immer schon der Regisseur in Deinem Leben warst. Du hast nur irgendwann einmal das Heft aus der Hand gegeben und dann das Leben einer anderen Person gelebt, nicht Deines.

 

Es ist nie zu spät für ein gutes Leben

Häufig passiert das auch, weil uns gutmeinende Berater, Freunde und Familienmitglieder „vor‘m Schlimmsten“ bewahren wollen. Das Dumme ist nur, sie sehen Deine Situation durch ihre Brille – nie durch Deine.

Mach‘ Schluss damit – egal wie alt Du bist. Denn es ist nie zu spät für ein gutes Leben. Für ein gutes Berufsleben sowieso.

Nun kennst Du DAS Warnsignal Nummer 1, das Deinen Arbeitsplatz gehörig in Gefahr bringt.

Sei aufmerksam und wachsam mit Dir und Deinen Bedürfnissen. Alles wird dir angezeigt, und wer nicht hören will, wird irgendwann fühlen müssen.

 

Fazit

Es ist gar nicht so schwer zu erkennen, dass der eigene Arbeitsplatz nicht der richtige für uns ist. Dass wir unsere Kindheitsvision aus den Augen verloren und unsere Talente bei der Berufswahl ignoriert haben.

Haben wir diese Erkenntnis aber endlich gewonnen, ist es dann eine echte Herausforderung, ins Tun zu kommen und eine Veränderung herbeizuführen. Wir stehen uns mit unseren Glaubenssätzen oft selbst im Weg und auch unser Umfeld reagiert unter Umständen sehr ablehnend auf unsere neuen Ideen.

Wenn Du nun noch nicht weißt, wo und wie Du am besten anfangen sollst, einen neuen beruflichen Weg zu beschreiten, dann zögere nicht und sprich mich einfach an.

Gemeinsam definieren wir zunächst Dein Wertegerüst, werfen mit den verschiedensten Modulen aus meinem Methodenkoffer einen ausführlichen Blick auf Deinen bisherigen Lebensweg und eröffnen so frische Perspektiven. Ich bin nur einen Klick weit von Dir entfernt und freue mich darauf, gemeinsam mit Dir das Projekt Persönlichkeitsentwicklung in Angriff zu nehmen.

Ich bin gepsannt auf Dich und Deine Geschichte.

Lass Dich überraschen, was so alles in Dir steckt!

Deine Franziska Ambacher

🎭 Werde, was in Dir steckt.

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