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Franziska Ambacher

Biografieberaterin
Persönlichkeits- und Business-Coach
Changemanagement-Consultant
Mediatorin

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Meine Schwerpunkte:

Wer sich neu erfindet, muss wissen wer er ist und welche Vision in ihm schlummert

 02.12.2021

Neuorientierung: An alle, die sich neu erfinden wollen, aber damit nicht beginnen

Von einem leuchtenden Beispiel für Mut, Stärke, Zuversicht und den unerschütterlichen Glauben an sich selbst erzähle ich Ihnen in diesem Blogartikel. Von Manuel, einem Jungunternehmer aus Passau, der mich mit seiner Biografie schwer beeindruckt hat. Er erlitt einen unvorstellbaren Schicksalsschlag; ein folgenschwerer Autounfall kostete ihn seine Identität.

Warum die eigene Identität unverzichtbar wie die Luft zum Atmen dafür ist, sich neu zu erfinden, beschreibe ich in diesem Blogartikel.

Manuels unfassbar tragische Lebensgeschichte hilft darüber hinaus all jenen, die momentan den Lebensmut und nötigen Schwung für ihre berufliche Zukunft verloren haben. Seine Biografie verschlang ich fasziniert, weil sie tatsächlich zeigt, was am dunkelsten Punkt eines Menschenlebens alles möglich ist, wenn der Wunsch nach Veränderung größer ist als die Angst vor dem Unbekannten.

 

 

„Ich wollte gerade meinen Finger Richtung Radioknopf bewegen, hatte diesen noch nicht ganz berührt, als es plötzlich geschah. In einer Kurve am Ende des Waldes kam das Fahrzeug von der Straße ab und wir wurden mit voller Wucht in eine Wiese geschleudert. Danach überschlug sich der Polo einige Male und ich flog durch die Heckscheibe aus dem Fahrzeug, bis es dann schließlich zum Erliegen kam.“ – So beschreibt Manuel, dessen Taschenbuch ich vor wenigen Wochen neugierig kaufte und las, den Moment, in dem sich sein Leben von einer Sekunde auf die andere radikal änderte.

 

Erfolg beginnt mit dem Glauben an Dich selbst

Der Titel seines Buches ist Programm: „Erfolg beginnt mit dem Glauben an Dich selbst – Der Weg vom Koma zum Unternehmer“.

Das Buchcover hatte mich bereits sehr angesprochen und neugierig gemacht, doch was ich zwischen den beiden Buchdeckeln zu lesen bekam, ließ mir den Atem stocken.

Wo nimmt dieser junge Mann bloß immer wieder all die Zuversicht und Willensstärke her?

Dieser schwere Verkehrsunfall hat den eben noch fröhlichen, aufgeweckten und abenteuerlustigen Manuel aus seinem noch jungen Leben gerissen, denn er erlitt bei diesem folgenschweren Ereignis in der Halloween-Nacht 2005 nicht nur schwere Verletzungen, sondern verlor auch seine komplette Erinnerung an die eigene Person.

Gleich vorweg, das Buch von Manuel ist zusätzlich zum E-Book bzw. zum Taschenbuch (unten mehr dazu als tolle Überraschung) auch als Hörbuch verfügbar. Entweder auf Spotify

oder auf Audible

und natürlich auch auf Amazon.

 

Keinerlei Erinnerungsvermögen – ein Schock

Es war einfach von einer Sekunde auf die andere pechschwarz vor seinem inneren Auge, als es darum ging, sich zu erinnern, wie sein bisheriges Leben verlaufen war, wie er als Kind aufwuchs oder seine Jugend verbrachte. Da gab es einfach nichts mehr, an dem er sich hätte entlang hangeln können.

Selbst seine eigene Mutter erkannte er nicht mehr. Ein folgenschwerer Schock, der für beide nicht einfach so zu verdauen war. Wie sich in diesem Moment eine Mutter wohl fühlt, wenn der eigene Sohn sie nicht als seine Mutter erkennt, lässt sich vermutlich gar nicht in Worte fassen. Mutter und Sohn, die ihre Beziehung einfach noch einmal begannen, so als hätte es den jeweils anderen im Leben nie gegeben. Ich versuchte mir vorzustellen, wie sich das wohl anfühlt und wie ich selbst in solch einer Situation reagiert hätte. Allerdings sah ich dabei nur schwarz vor meinem inneren Auge. Wie kann man sich etwas vorstellen, das nicht vorstellbar ist?

 

Im Dunkeln tappen und trotzdem vorwärts gehen

Eines hat Manuel uns allen voraus: er hat nach dem folgenschweren Autounfall seine ersten Schritte in einem für ihn völlig neuen Leben getan, obwohl er nach wie vor im Dunkeln tappte, was seine Vergangenheit und damit seine Identität anging. Wer nichts mehr von sich und der Welt um sich herum weiß, der hat keinerlei Vergleich und auch keinen doppelten Boden.

Allein die Passage in seinem Buch, in der er beschreibt, wie er von der Mutter (die ihm wie eine fremde Frau vorkam) aus der Klinik nach Hause geholt wurde und sein eigenes Zimmer bzw. das elterliche Haus nicht wiedererkannte, damit plötzlich ganz unpersönlich wie in einem Hotelzimmer wohnte, überstieg meine Vorstellungskraft erneut.

Da bemerkte ich erst, wie schwer es ist, sich in die Schuhe des anderen zu stellen, dessen Lebenserfahrungen man selbst – zum Glück – nicht gemacht hat. Doch Manuel ließ nicht locker. Er wollte wieder ein ganz normales Leben führen. Er wollte sich neu erfinden; natürlich blieb ihm auch nichts anderes übrig und dennoch tat er es mutig und mit voller Kraft voraus.

 

Mit angezogener Handbremse in die Zukunft starten

Wie häufig habe ich in Coaching- und Beratungssessions dagegen Klienten vor mir, die sich neu erfinden wollen, doch nicht richtig damit starten. Wie mit angezogener Handbremse handelnd, erläutern sie sich und mir „gute Gründe“, um ja nicht ins Tun kommen zu müssen und sich daher immer stärker in ihrer Wohlfühl- und Komfortzone einigeln.

In ihrem aktuellen Job sind sie nicht mehr zufrieden. Sie wünschen sich mehr Sinn am Arbeitsplatz und wollen sich nicht mehr verbiegen müssen.

Ihre Werte, das haben sie längst erkannt, sind der Wegweiser in eine glückliche berufliche Zukunft – doch sie beginnen einfach nicht, die erlernten und entdeckten Erkenntnisse für sich zu nutzen; kommen einfach nicht ins Handeln.

In einem meiner früheren Blogartikel hatten Sie ja bereits Christian kennengelernt (den es in Wirklichkeit so gar nicht gibt, der aber die Essenz aus meiner Coaching-Erfahrung mit Bewerbern darstellt). Welche Probleme sich bei ihm im Bewerbungsprozess einstellten, weil er nicht ins Tun kam, lesen Sie hier.

 

 

Weshalb diese Lähmung?

Diese Menschen haben häufig durch verschiedene Erlebnisse aus ihrem Erwerbsleben viele schlechte Erfahrungen gesammelt und als Ergebnis daraus den Glauben an sich und eine gute persönliche Entwicklung oft schon verloren.

Manuel ist da ein leuchtendes Gegenbeispiel – in seinem Buch konnte ich lesen, wie sehr er – trotz aller Widrigkeiten, die ihm in seinem bisherigen Leben begegnet sind – immer an sich geglaubt hat und niemals, einfach niemals aufgab auf seinem Lebensweg.

Ich kann nur allen, die sich neu erfinden wollen, unbedingt dieses Buch empfehlen, als Denkanstoß und Motivation.

Durch diese unglaublich berührende und unfassbar steinige Lebensgeschichte wird uns deutlich vor Augen geführt, dass es wirklich schwere Schicksale gibt, die uns einfach nur Respekt abringen und von denen wir so viel lernen können. Manuel beschreibt an einer Stelle seine neu gesammelten Kräfte so:

 

„Heute ist ein neuer Beginn, ein neuer Anfang, ein neuer Start. Ein neues Kapitel, ein neuer Schritt in eine neue Richtung, ein neuer Tag. Und ich lass‘ den Ballast von gestern hinter mir. Öffne meine Augen, versuche meine Ziele zu fokussieren. Sie halten mich nicht auf, kriegen mich nicht weg. Vergesse meinen Schmerz für einen Moment.“

Wenn ich mit Klienten arbeite, deren Selbstbewusstsein im Keller ist und die neuen Schwung brauchen, nutze ich die Technik einer Selbstreflexionsmethode:

 

Die 5 Säulen der Identität

Stellen Sie sich vor, Sie besitzen ein Haus, dessen Dach auf fünf stabilen Säulen ruht. Ihr Dach ist das Symbol für Identität, Wohlbefinden und die allgemeine Zufriedenheit im Leben. Die fünf genannten Säulen, auf denen Ihr Dach ruht, sind deshalb die wichtigsten Lebensbereiche eines Menschen, die er benötigt, um glücklich zu leben:

  • Arbeit & Leistung: Anerkennung, Erfolgserlebnisse und Aktivität
  • Materielle Sicherheit: Lebensstandard, Konsumverhalten und finanzielle Absicherung
  • Gesellschaft & Soziales: Familie, Partnerschaften, Freunde und alle sonstigen sozialen Kontakte
  • Körper & Gesundheit: mentale und körperliche Gesundheit
  • Werte & Sinn: Spiritualität und persönliche Lebensphilosophie, Haltung und Einstellung zum Leben

Im Gespräch mit meinen Klienten erkläre ich dieses Modell und lasse sie durch diverse Fragen dazu reflektieren, welche der fünf tragenden Säulen wie stabil in ihrem Leben steht.

 

Alle Lebensbereiche in Balance

Manche Säulen sind kaum oder gar nicht existent, so dass das Dach automatisch ins Wanken geraten muss. Ein gesundes Lebenshaus besteht aber zwingend aus fünf starken Säulen. Anhand dieses Bildes erkennen diejenigen, die sich zwar eigentlich neu erfinden wollen, aber einfach nicht damit beginnen, dass sie in den zurückliegenden Jahren ihre Hausaufgaben zur eigenen Lebensbalance nicht gemacht haben.

Um nun also die verschiedenen Lebensbereiche in Balance zu bringen, muss zuerst eine innere Arbeit stattfinden, damit nachfolgend die äußere Arbeit – in diesem Fall sich beruflich neu zu erfinden – überhaupt passieren kann.

Innere Arbeit bedeutet letztlich herauszufinden, wer man ist und wofür man brennt. Dies geschieht, indem man sich an Erlebnisse aus dem bisherigen Leben erinnert und sich seiner Werte bewusst wird, die die Grundlage für die zukünftige berufliche Richtung bilden.

 

Ohne Erinnerung keine Selbsterkenntnis

Doch was ist, wenn man sich selbst – so wie Manuel – nicht mehr kennt? Wenn man keinerlei Erinnerungen mehr an seine Persönlichkeit, sein Leben und seine Träume hat? Wie findet man dann heraus, wofür man eigentlich geschaffen ist und worin die eigene Passion liegt?

Ohne Erinnerung an gestern gibt es schließlich keine Selbsterkenntnis für heute und morgen. Die aber ist notwendig, um zu einer steilen Lernkurve zu gelangen und im Prozess des sich neu Erfindens das Beste für sich herauszuholen.

 

Identität ist die Voraussetzung für Individualität

Der Begriff „Identität“ stammt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie „derselbe, dasselbe“. Unsere Identität macht uns erst zu einer einzigartigen Persönlichkeit, die es unter derzeit 7 Milliarden Menschen auf diesem Erdball nur genau einmal gibt. Die eigene Identität ist die Voraussetzung dafür, dass wir uns als Individuum fühlen.

Unsere Identität ist das wohl Wertvollste, was wir besitzen – das uns aber als völlig selbstverständlich erscheint.

Jeder und jede hat eine, doch keiner kann sich je vorstellen, was es wohl bedeutet, wenn plötzlich die eigene Identität nicht mehr greifbar ist, weil es aus heiterem Himmel an der Stelle des Erinnerungsvermögens plötzlich nur schwarz ist.

Manuel konnte weder anderen noch sich selbst die Frage aller Fragen beantworten: „Wer bin ich?“.

In diesem Erklärvideo wird in 15 Minuten darauf eingegangen, wie die Frage nach dem „Wer bin ich?“ am besten beantwortet werden kann und wie das mit dem Begriff der Identität zusammenhängt.

 

Keine Verbindung zum eigenen Ich

Manuels Lebensgeschichte hat mich in den Bann gezogen, denn wenn ich mit meinen Coaching- und Beratungsklienten ihre eigene Biografie dazu nutze, aus den beruflichen genauso wie privaten Umbrüchen im Leben wieder neue Kraft und Perspektiven zu schöpfen, dann haben wir immer das große Glück, dass es Menschen sind, die sich sehr gut an ihre Vergangenheit erinnern und deshalb wissen, wie sie zu der Person wurden, die sie heute sind.

Anders bei Manuel. Auf was hätte er zurückgreifen sollen? Natürlich fiel ihm das sich neu erfinden viel schwerer, als es jedem anderen von uns ergangen wäre.

 

Auf der Suche nach der Kernidentität

Häufig spricht man in der Psychologie von der Kernidentität. Diese ist eine sogenannte Ich-Identität. Eine Kernidentität setzt sich aus vielen verschiedenen Sub-Identitäten zusammen, die alle im Laufe unseres Lebens erworben und weiterentwickelt werden:

  • Geschlechtsidentität (bewusste und unbewusste Einstellung zur eigenen Geschlechterrolle)
  • Sozial- und Gruppenidentität (Selbst- und Fremdbild in Bezug auf den sozialen Kontext)
  • Berufs- und Arbeitsidentität (bewusste und unbewusste Positionierung in Schule, Beruf und Arbeitsstelle)

Gelingt es einem Menschen im Laufe seines Heranwachsens diese Bereiche einigermaßen befriedigend zu entwickeln, so spricht man als Ergebnis von einer „erarbeiteten Identität“.

Mir ist beim Lesen von Manuels Biografie aufgefallen, dass er stattdessen eine sogenannte „Krücken-Identität“ entwickelt hatte, weil er sich an alle diese elementaren Bereiche nicht mehr erinnern konnte. Dennoch musste auch er sich an etwas festhalten, um im Umbruch und mitten in seiner Krise nicht völlig den Halt zu verlieren.

 

Die „Krücken-Identität“ als Stützpfeiler

Das bedeutet, dass er sich an Statussymbolen festklammerte und auf diese Weise versuchte, seine Defizite im Erinnerungsvermögen in Bezug auf seine wahre Identität auszugleichen.

In seiner Situation suchte er händeringend, ohne dies bewusst wahrzunehmen, nach stärkenden Elementen und die fand er in teuren Autos, Marken-Klamotten und sonstigen Statussymbolen wie Uhren oder Luxuswohnungen. Ich nenne diese Statussymbole auch „Persönlichkeitsprothesen“. Denn Manuel ist nicht alleine.

Unsere kapitalistische Welt bietet ihm und uns allen naturgemäß viele unterschiedliche Varianten dieser schicken Dinge an, so dass er unweigerlich in einen Kaufrausch und damit in die Verschuldung geraten musste. Als ob seine außergewöhnliche Belastung nicht schon Aufgabe genug gewesen wäre… Und wie viele Menschen kenne ich, die bei mir zum Coaching und in die Beratung kommen und bereits in die Schuldenfalle geraten sind.

 

In die Schuldenfalle getappt

Wie häufig höre ich in den Sessions, dass sie plötzlich viel Geld ausgeben für Dinge, die sie einerseits nicht brauchen und andererseits oftmals gleich nach dem Nachhause kommen sofort im Schrank verschwinden lassen. Es geht nicht um den Konsum, es geht um die vermeintliche Stärkung der zweifelnden und im seelischen Mangel lebenden Persönlichkeit. Deshalb ist der Kaufrausch immer ein Anzeichen von mangelnder Identität.

Wer sich einfach „nur“ über den herkömmlichen Entwicklungsweg seine Identität erarbeitet, der erreicht automatisch einen weitaus stabileren Zustand, als es Manuel je wird möglich sein. Stück für Stück entwickeln wir ein positives Selbstwertgefühl, das es uns ermöglicht, als Erwachsene die an uns herangetragenen Aufgaben und Rollen gut zu meistern.

 

Ein Beruf, der zur Persönlichkeit passt

Manuel stocherte hingegen ziemlich im Nebel. Ob bei der Suche nach dem eigenen Ich oder dem Versuch, eine Ausbildung zu finden, die zu seiner Persönlichkeit passte.

Das gelang ihm nicht auf Anhieb, sondern erst nach vielen gescheiterten Versuchen. Es kostet ihn, auch durch die mangelnde Konzentrationsfähigkeit als Folge seines schweren Schädel-Hirn-Traumas, eine lange und quälende Zeit, bis er seinen beruflichen Hafen finden konnte.

 

Versuch und Irrtum auf dem langen Weg zur Berufung

Manuel brach im ersten Schritt auf der Suche nach dem richtigen beruflichen Hafen seine erste Ausbildung zum Zerspannungsmechaniker ab. Sie war ihm nach seinem folgenschweren Unfall vom Berufsbildungswerk empfohlen worden. Die Berufsschulphasen zermürbten ihn. Seine Lernschwäche, ein Überbleibsel seines erdrutschartigen Identitätsverlusts, erlaubte es ihm immer weniger, sich die zur Ausbildung nötigen Noten zu erarbeiten.

Als Hilfsarbeiter stieg er kurzerhand in den Werkzeugbau einer Metallfirma ein, die einem seiner Freunde gehörte. Dort absolvierte er sein Erstqualifizierungsjahr. Eine Maßnahme, die Berufseinsteigern zur Verfügung steht, um sich zu orientieren und herauszufinden, ob diese Ausbildung passend für sie wäre. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2009. Auch diese Jahreszahl hat sich tief in unser kollektives Hirn eingebrannt, ähnlich wie das Jahr 2020, das wir für immer sofort mit Corona verbinden werden.

In jener Wirtschaftskrise brachen dem Metallbauer die Aufträge weg. Manuel stand zeitweise nur noch in der Werkshalle und versuchte, sich irgendwie die Zeit zu vertreiben. Auf Dauer war das für beide Seiten nicht mehr tragbar. Es kam, wie es kommen musste, er orientierte sich erneut um.

 

Die Helfer zum Berufsglück sind schon greifbar

Als Manuel schon der Verzweiflung nahe war, geschah das, was meine Mastermind-Kollegin Yasemin folgendermaßen beschreibt:

 

„Es gibt an einer Stelle im Leben, wo es ganz dunkel ist, immer Menschen mit einem Tarnmäntelchen um, die Dir das Licht am Ende des Tunnels zeigen. Meist rechnest Du nicht mit diesen Menschen, doch sie sind da, um genau Dir jetzt über die nächste Klippe zu helfen.“

 

Genau das sollte in Manuels Leben nun passieren. Neben seinen zahlreichen Arzt- und Krankenhausbesuchen, die nach wie vor anstanden, um seinen Gesundheitszustand bestmöglich zu monitoren, waren auch Anwaltsbesuche keine Seltenheit. Noch immer wurde – auch Jahre später – nach der Schuldfrage des Unfalls gefahndet und so kam es, dass ausgerechnet sein Anwalt der Mensch mit dem Tarnmäntelchen war:

Zunächst erhielt er durch seinen Anwalt die großartige Möglichkeit, eine Ausbildung zum Automobilverkäufer zu beginnen. Das war erst der Einstieg in das Berufsleben, und es sollte noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein.

 

Echtes Interesse ist ein Hinweisgeber auf Werte

Langsam entwickelte sich auf seinem Karriereweg ein anderes ICH, eines das Manuel richtig gut gefiel. Auch bei diesem Berufswunsch war es nötig, gut zu lernen und die Berufsschule zu meistern. Doch diesmal war alles anders:

 

„Plötzlich erkannte ich, dass ich mir Dinge viel eher merken konnte, wenn ich sie gerne lerne und dabei Freude empfinde!“

 

Das war ein Moment, der Manuel wieder Hoffnung schöpfen ließ.

Aus meiner Erfahrung als Job-Coach und Beraterin weiß ich, dass die eigenen Interessen immer Hinweisgeber auf Werte sind. Mit dieser Erkenntnis stieß Manuel das Tor zu seiner innersten und höchsten Kraft auf, in dem er „einfach nur“ seine Werte lebte. Dieses Wissen besaß er naturgemäß zu diesem Zeitpunkt nicht, doch damals war es ein echter Meilenstein. Alle Zeugnisse und Ausbildungsscheine enthielten nun Noten, die ausreichend waren. Seine Ausbildung hatte er endlich in der Tasche.

 

Nur Persönlichkeit zählt – besonders in Umbruchzeiten!

Hier ist noch eine kleine Nachricht von Manuel an alle meine Leser und Leserinnen:

 

„Es sind nicht die Noten, die über euren Weg entscheiden, sondern ganz allein eure Persönlichkeit und eure Einstellung zum Erreichen eurer Ziele. Lasst euer Talent nicht von schlechten Noten abhängig sein, denn mit eurem Willen und eurer inneren Stärke findet ihr genau den Weg, der für euch bestimmt ist.“

 

Gestärkt durch diesen Erfolg war er auf dem besten Weg zum beruflichen und persönlichen Glück. Welche Leistung er dazu vollbringen und Ressourcen mobilisieren musste, wurde ihm selbst auch erst durch das Schreiben seiner Biografie wirklich deutlich. Daran erkennen wir, wie wichtig die Selbstreflexion ist und der Blick zurück in die eigene Biografie. Sie hält alle Ressourcen bereit, die wir auch an Wendepunkten der Gegenwart gut gebrauchen können.

Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich meinen, Manuel wäre ein Jahr lang im Persönlichkeits- und Werte-Coaching bei changeify gewesen. Doch was nicht ist, kann ja noch werden.

 

Als Unternehmer auf der Zielgeraden

Heute, mit 31 Jahren, ist er Unternehmer. Und was für einer. Er hat sich trotz aller Unkenrufe aus seiner Branche, die sich als wenig ethisch hervortut, nicht aufhalten lassen und wird diese komplett umkrempeln.

Das hat mich erneut begeistert, denn die Versicherungsbranche, in der er sein Start-Up gründete, wird dank seines digitalen Geschäftsmodells bald erleben, wie Konkurrenz das Geschäft im Sinne des Kunden belebt.

Ich konnte mir beim Lesen seines Buches mein Schmunzeln kaum verkneifen, denn ich selbst landete einmal als Quereinsteigerin in der Versicherungsbranche.

Dies geschah in einem meiner großen persönlichen Change Prozesse, nachdem ich während meiner Ausbildung zur Schreinerin aufgrund eines folgenschweren Arbeitsunfalls diese abbrechen musste und meinen damaligen Berufswunsch Gemälderestauratorin aufgrund meiner zertrümmerten Hand an den Nagel hängen musste.

Wenn Sie mehr über meine persönlichen Change Prozesse und wie ich damit umgegangen bin, erfahren möchten, lesen Sie doch einfach diesen Blogartikel von mir über mich.

Innerlich ertappte ich mich beim Lesen dabei, wie ich Manuel regelrecht anfeuerte und hoffte, dass seine Gründung auch gelingen möge. Sie ist geglückt, wie Sie bereits vernehmen konnten, doch wie alles in seinem Leben, war auch das ein echter Kraftakt.

 

Vom Koma zur Unternehmensgründung

Das wird natürlich auch in seinem Buch ausführlich behandelt, und genauso wie sehr es ihm gegen den Strich ging, wenn Kunden für dumm verkauft und mit manch‘ überflüssiger Versicherung über den Tisch gezogen wurden.

Sein erklärtes Ziel ist es, die Welt mit seiner Dienstleistung besser zu machen und dem Kunden einen wirklichen Nutzen zu bringen.

Mit seiner Geschichte will er außerdem Menschen die Augen öffnen, damit sie nicht dieselben Fehler machen, die er auf der Suche nach seinem Selbst gemacht hat.

Ob auf finanziellem oder zwischenmenschlichem Gebiet, doch vor allem auf dem Gebiet der Neugründung eines Unternehmens. Deshalb hat er speziell für Gründer und die, die es werden wollen, ein umfangreiches Inspirationskapitel angefügt, in dem er seine besten Buchtipps gibt oder von seinen vermeidbaren Fehlern berichtet, damit die Leser den größtmöglichen Nutzen daraus erzielen.

 

Ethik im Business

Mit dieser ethischen Vision vor Augen entstand Manuels Unternehmen „Asurfriends“.

Wer es einfach einmal kostenlos ausprobieren möchte, erhält nicht nur frische Ideen für die eigenen Versicherungskontakte, sondern pflanzt mit seiner Eintragung auf der Plattform auch noch automatisch einen Baum, fördert damit auch noch soziale und ökologische Ziele des Unternehmens. Jetzt kommt aber das BESTE. Die Überraschung, von der ich vorhin sprach:

Manuel hat es möglich gemacht, dass alle, die sich unter diesem Link eintragen, einfach sein Buch kostenlos als Dankeschön dazu bekommen (als E-Book). Wenn das also etwas für Sie ist, dann nichts wie los und geklickt, weil es ihm wichtig ist, dass er mit seiner Geschichte Mut macht, so dass auch viele andere Menschen beginnen, an sich zu glauben.

 

Eine nachhaltige Geschäftsidee

Die Geschäftsidee ist übrigens ganz simpel: Manuel entwickelte – gemeinsam mit seinen Mitgründern und Mitarbeitenden – eine unabhängige und übergreifende digitale Plattform zum Thema Versicherungen.

Von der Recherche für eine spezifische Versicherung über die Statusprüfung bereits abgeschlossener Versicherungsverträge bis hin zur Anzeige des nächstgelegenen Maklers deckt seine App alles ab. Bei der sogenannten Pitch Night im Gründerzentrum Passau konnte er das Publikum von sich und seiner Idee überzeugen und gewann diesen Wettbewerb kurzerhand.

Manuel war immer davon überzeugt: Alles ist zu schaffen, wenn man nur an sich glaubt. Selbst der steinigste Weg gelingt dann, wie bei ihm, vom Koma hin zu einem erfolgreichen Unternehmer.

Bis heute hat er keine Erinnerung an die Zeit vor seinem Autounfall, aber es ist ihm gelungen, sich ganz neu zu erfinden und eine eigene Identität für sich zu entwickeln.

 

Fazit

Wir nehmen es als selbstverständlich, dass wir über eine Vergangenheit mit vielen Erinnerungen, prägenden Erlebnissen, einschneidenden Erkenntnissen und somit Lebenserfahrung verfügen. All das hilft uns, Entscheidungen – ob privater oder beruflicher Natur – zu treffen und so unseren Lebensweg zu gestalten.

Manuels Beispiel führt uns vor Augen, dass dies aber ein richtiges Geschenk ist, dessen wir uns oft gar nicht bewusst sind. Mein dringender Appell an Sie: machen Sie etwas draus, indem Sie dieses Geschenk wertschätzen und sich zunutze machen. Denn es gibt mindestens einen guten Grund, warum Sie das Licht der Welt erblickt haben. Wenn das nicht genau zum Monat Dezember passt, in dem dieser Blogartikel erscheint, dann weiß ich es auch nicht.

Blicken Sie in Ihre Biografie und ziehen Sie all die wertvollen Erkenntnisse daraus, damit Sie im Hier und Jetzt Sicherheit gewinnen und gute Entscheidungen treffen. Das neue Jahr kommt bestimmt und Sie sollten sich bestmöglich darauf vorbereiten.

Lassen Sie sich von Manuels Willensstärke und Zuversicht inspirieren. Glauben Sie unerschütterlich an sich selbst und seien Sie mutig – denn das wird immer belohnt.

Wenn Ihnen das noch nicht so ganz gelingt und Sie nicht so recht ins Tun kommen, dann zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Ich bin nur einen Klick weit von Ihnen entfernt.

Gemeinsam prüfen wir Ihre 5 Säulen der Identität auf Verbesserungspotenzial und stärken diese, wo es nötig ist – damit auch Sie wieder zu Ihrer Lebensbalance finden und 2022 Ihr Jahr werden kann.

Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen zu beschreiten, denn ich selbst weiß so gut, wie es sich anfühlt, wenn man von jetzt auf gleich aus dem Tritt kommt – und sich dann aber Dank professioneller Hilfe wieder fängt und zu neuer Stabilität findet.

Verleben Sie ein besinnliches Weihnachten im Kreise Ihrer Lieben und vergessen Sie nicht Ihr inneres Licht anzuzünden, damit es im neuen Jahr weit ausstrahlen kann.

🎭 Werde, was in Dir steckt.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen aus München

Ihre Franziska Ambacher

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