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Franziska Ambacher

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04.05.2021 |

 

Kununu und nu? – Wie Bewerber*innen kritische Arbeitgeberbewertungen in einen richtig guten Job verwandeln

Die lustigsten Arbeitgeberbewertungen auf kununu sind zum Brüllen komisch und treiben mir immer wieder die Lachtränen in die Augen. Einige davon können Sie als Zitate in diesem Blogartikel lesen. Doch wenn es darum geht, mehr über ein Unternehmen zu erfahren, wird aus Spaß ganz schnell Ernst. Die in Deutschland gängigen Bewertungsportale sind bei 47 % aller Internetnutzer*innen eine erste Adresse, um herauszufinden, ob sich unter den dort aufgeführten Unternehmen vielleicht ein passendes Arbeitsumfeld findet. Bei der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch werden die Bewertungen erst recht zur Meinungsbildung herangezogen. Aufkommende Fragen zum Unternehmen, vor allem auch zur dort herrschenden Unternehmenskultur, können natürlich die Mitarbeiter*innen – aktuelle oder ehemalige – am besten beantworten. Wie es einer meiner Klientinnen gelungen ist, mit Hilfe eines Bewertungsportals eine zunächst eher aussichtlose Sache in einen Triumpf zu verwandeln, das schildere ich Ihnen in meinem heutigen Blogartikel.

 

„Die kununu-Bewertungen zeigen: Jetzt müssen Sie alles auf eine Karte setzen!“ – Das waren in einem Bewerbungscoaching meine Worte, gerichtet an meine Klientin, die sich auf eine neue Stelle, eine Führungsposition in der Chemiebranche bewarb.

Aus dem Zoom-Videofenster blickte sie mich ganz fragend an: „Was steht denn da auf kununu über den Arbeitgeber?“

Sie erklärte mir dann, dass sie grundsätzlich keinerlei Bewertungsportale ansehe, denn sie wolle sich schließlich ihr eigenes Bild vom zukünftigen Arbeitgeber machen.

Grundsätzlich eine nachvollziehbare Haltung, doch in der Vorbereitung auf das anstehende Vorstellungsgespräch, das in den kommenden Tagen für meine Klientin stattfinden sollte, ist ein solches Vorgehen aus meiner Erfahrung heraus keine gute Idee.

„Dieselskandal und globale Erwärmung sind nichts gegen das, was hier abgeht.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Laut einer repräsentativen Telefonumfrage der Bitkom Research im Februar 2021 unter 1.005 Internetnutzer*innen ab 16 Jahren gaben 47 % der Nutzer*innen an, sich schon einmal online auf Bewertungsportalen informiert zu haben.

Seit 2018 ist die Zahl derjenigen, die sich auf Onlineplattformen über den nächsten möglichen Arbeitgeber informieren, um 11 Prozentpunkte gestiegen. Vor drei Jahren waren es noch 36 % aller Nutzer*innen.

Gute Bewerbungen brauchen fundierte Recherchen

Ich berichtete meiner Klientin also von meinen Recherchen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen, sensibilisierte sie aber gleichzeitig auch dafür, dass sie die Aussagen auf solchen Bewertungsportalen nicht immer alle auf die Goldwaage legen dürfe.

Neben konstruktiver Kritik finden sich unter den Unternehmensbewertungen natürlich immer auch Mitarbeiter*innen, besser ehemalige Mitarbeiter*innen, die nun ihrem Ärger so richtig Luft machen und nach einer persönlichen Abrechnung trachten. Das ist eine andere Geschichte und muss vom Arbeitgeber auch nicht tatenlos hingenommen werden. Wie Unternehmen am besten mit unberechtigten Bewertungen umgehen sollten, sehen Sie in diesem kleinen Videoclip einer Anwaltskanzlei.

Mir geht es bei der Unterstützung meiner Klienten bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz bzw. einem neuen Arbeitgeber vor allem darum zu verdeutlichen, dass sich aus vielen sehr ähnlich gelagerten Bewertungen eine eindeutige Tendenz ablesen lässt, so wie in dem vorliegenden Fall.

„Wer hier arbeitet, kann in der Hölle Urlaub machen.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Dieser erste Eindruck, den die Bewertungen bei Bewerber*innen hinterlassen, führt auch in anderen Bereichen, wie z.B. beim Buchen eines Hotelzimmers dazu, dass sich Interessierte genau überlegen, ob sie zugreifen möchten oder nicht. Nun geht es bei einer Bewerbung um nichts weniger als die eigene berufliche Zukunft. Das wiegt schwerer, als sich einmal in einem falsch ausgewählten Hotel die Nacht um die Ohren zu schlagen.

Deshalb mein Tipp: Recherchieren Sie bereits im Vorfeld einer Bewerbung und dem anstehenden Vorstellungsgespräch sorgfältig, was Sie über das zukünftige Unternehmen in Erfahrung bringen können. Im Zweifelsfall führen Sie diese Informationen und Erkenntnisse direkt zum neuen Job – genau wie bei meiner Kundin, die als Führungskraft wieder durchstarten wollte.

Der Fisch stinkt vom Kopf her

Das betreffende Unternehmen, das meine Klientin für ihre Bewerbung ausgewählt hatte, war auf dem Bewerbungsportal kununu von der Spitze ab über alle Hierarchiestufen hinweg schwer ins Kreuzfeuer geraten. In so gut wie allen Bewertungen fand sich vernichtende Kritik zum Miteinander. Von Wertschätzung, Respekt und Achtung war da nicht die Rede. Von Förderung übrigens auch nicht, von Forderung jedoch ständig.

„Donald Trump wäre begeistert von dieser Führungskultur.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Ob auf Betriebsfeierlichkeiten oder im Einzelgespräch, ob unter den Auszubildenden, unter den langjährigen Mitarbeitenden oder unter den bereits verrenteten Kollegen – niemand ließ ein gutes Haar an der (tatsächlich ausschließlich männlich besetzten) Führungsmannschaft.

Eine große Anzahl an Bewertungskommentaren zeigte sich bestürzt über die schlechte Arbeitsatmosphäre sowie darüber, dass Führungskräfte kein offenes Ohr für ihre Mitarbeitenden hätten und dass die Geschäftsführung einfach tatenlos zusehe, wenn grobe Schnitzer passierten.

Die Geschäftsführung handele nicht, es gebe keinerlei Konsequenzen, im Gegenteil, sie mache sogar die gleichen Fehler. „Der Fisch stinkt vom Kopf her“, waren typische Formulierungen, die nicht nur heftige Kritik darstellen, sondern auch alles andere als Lust machen, für dieses Unternehmen zu arbeiten.

Team – Toll, ein anderer macht’s!

Wenn sich das Management im Elfenbeinturm gemütlich einrichtet hat und sich nicht mehr die Mühe macht, an der Basis zu hören, wie der Hase läuft, dann setzt sich das vielerorts bekannte „Silodenken“ auf allen anderen Hierarchieebenen geradewegs fort.

Auf Konsequenzen kann man lange warten, denn niemand scheint sich persönlich verantwortlich zu fühlen. Da erinnere ich mich an eine weitere Formulierung, die sich auf die Teamarbeit bezieht: „Team – Toll, ein anderer macht’s!“.

Letztlich ist jeder Arbeitgeber dazu aufgerufen, auf Kritik zu reagieren, sowohl im Unternehmen selbst mit Veränderungen, als auch direkt im Austausch mit den Bewertenden auf einem Bewertungsportal. Durch die individuelle Beantwortung negativer Stimmen und die Auseinandersetzung mit der Kritik können Unternehmen aus dem Blickwinkel von Bewerber*innen wieder Punkte gutmachen.

Dies ist nicht nur für das positive Image des Unternehmens unerlässlich, sondern eben auch, um weiterhin neue Talente zu gewinnen – und auch zu halten.

Jedem von uns ist klar, dass es in keinem Unternehmen das Paradies auf Erden geben kann, doch realistisch, wertschätzend und konstruktiv mit Feedback umzugehen ist das, was Bewerber*innen von Arbeitgebern der Zukunft erwarten.

Deshalb sind meiner Auffassung nach nicht Fake-Bewertungen am gefährlichsten für Arbeitgeber, sondern die Ignoranz des Unternehmens gegenüber dem Feedback, das auf Bewertungsportalen von Mitarbeitenden aller Hierarchiestufen gegeben wird.

„Solange mein Chef so tut als würde er mich richtig bezahlen, solange tue ich so als würde ich arbeiten.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Onlinebewertungen sind für Jobsuchende immer eine Art Erstkontakt mit dem Unternehmen und damit deren Visitenkarte. Wenn es dem Unternehmen gelingt, auch auf weniger gute Bewertungen ein- und damit konstruktiv umzugehen, werden Pluspunkte gesammelt, um im Kampf um die besten Talente nicht leer auszugehen.

Soll ich die Bewerbung zurückziehen?

Meine Kundin schüttelte den Kopf, als ich ihr diverse dieser Beurteilungen vorlas. Sofort fragte sie mich, ob sie denn nicht lieber die Bewerbung zurückziehen solle? „Nein!“ – rief ich schnell in den ausgesprochenen Gedanken hinein. „Es geht mir darum, dass Sie für sich vor dem Hintergrund dieser vernichtenden Bewertungen die richtigen Fragen für Ihr Vorstellungsgespräch erarbeiten, denn darin steckt eine richtig große Chance“.

Schließlich ist man auf Unternehmensseite ebenfalls gut vorbereitet und hat ein Fragengerüst erarbeitet, so wie in diesem Beispiel.

Falls Sie übrigens einmal, aus welchen Gründen auch immer, in die Verlegenheit geraten sollten, Ihre Bewerbung zurückziehen zu wollen, dann gibt es nur genau einen stilvollen Weg, bestehend aus zwei Schritten, dies zu tun:

  • Anrufen und dem zuständigen Bearbeiter Ihrer Bewerbung persönlich in einem offenen Gespräch darlegen, weshalb Sie die Bewerbung zurückziehen möchten. Damit zeigen Sie Selbstvertrauen und Professionalität.
  • Senden Sie darüber hinaus an die zuständige Person im Unternehmen einen Absagebrief, in dem Sie eindeutig und glaubhaft vermitteln, weshalb Sie Ihre Bewerbung zurückziehen möchten. Weil Sie sich zusätzlich zu einem Telefonat die Zeit nehmen, alles schriftlich darzulegen, werden Sie einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Und man sieht sich im Leben bekanntlich immer zwei Mal

Im folgenden Blogbeitrag von kununu wurden übrigens die besten Arbeitgeber Deutschlands für das Jahr 2021 gekürt. Das Ergebnis der Rankingliste beruht auf den individuellen Arbeitgeberbewertungen sowie auf fünf konkreten Kriterien des Portals.

Wenn wir also schon dabei sind und Negativbeispiele benennen, dann gibt es selbstverständlich auch das Gegenteil, so dass vielleicht Ihr zukünftiger Traum-Arbeitgeber darunter ist.

Eine neue Geschäftsführung solls richten

Bei ihren weiteren Recherchen zu dem Unternehmen fand meine Kundin heraus, dass sich erst vor wenigen Monaten die Geschäftsführung verändert hatte. Die Tochter des Unternehmensinhabers übernahm die Geschäfte, nachdem der extern eingestellte Manager nach vielen Querelen die Segel gestrichen hatte.

Das lieferte für mich ein extrem wichtiges Indiz in Bezug auf die Formulierung der Fragen. Diesen Impuls gab ich sogleich an meine Kundin weiter, denn daraus lässt sich genau das machen, was ich eingangs als „alles auf eine Karte setzen“ betitelt hatte.

„Den Laden schließen und ein Paintball-Gelände daraus machen.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Gemeinsam erarbeiteten wir eine Strategie, wie das Vorstellungsgespräch, das eben mit genau dieser neuen Geschäftsführerin anberaumt worden war, geführt werden sollte, um einerseits einen ernstzunehmenden Eindruck von ihrer Führungsauffassung, aber genauso auch von den Vorgängen im Unternehmen zu erhalten.

Sinnvolle Fragen im Vorstellungsgespräch

In der Vorbereitung darauf gingen wir vor allem auf die Fragen ein, die jetzt relevant wurden:

„Was sagen Sie denn zu den Bewertungen auf kununu über Ihr Unternehmen

und was raten Sie mir, wie ich damit umgehen sollte?“

(Originalfragen von Franziska Ambacher – changeify)

Genau diese Fragen stellte meine Kundin ein paar Tage später in ihrem Vorstellungsgespräch. Sie war sehr aufgeregt – wie jeder, der sich das erste Mal bei einem Unternehmen vorstellen darf – doch ihre Aufregung steigerte sich noch, weil ich ihr diese sinnvolle (und entlarvende) Frage an die Hand gegeben hatte, mit der sie dem Gespräch eine neue Wendung geben konnte.

Sollten Sie sich gerade ebenfalls auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten, dann habe ich hier einige zielführende Fragen aus meinem Repertoire, mit dem Sie auch der vorherrschenden Unternehmenskultur auf den Zahn fühlen können, für Sie zusammengestellt:

  • „Warum wurde das Unternehmen eigentlich ursprünglich einmal gegründet?“
  • „Woran spüren Mitarbeitende die Unternehmensvision?“
  • „Wie werden wichtige Entscheidungen getroffen?“
  • „Wie wurde mit dem letzten groben Fehler umgegangen?“
  • „Was müsste der ideale Kandidat mitbringen, so dass er Ihr OK bekommt?“
  • „Warum arbeiten Sie hier gerne?“

In der sogenannten „Rückfragenphase“ während eines Vorstellungsgespräches können Sie mit guten Fragen punkten und zeigen, dass Sie sich wertvolle Gedanken gemacht haben und gut vorbereitet sind, um zu einer Win-Win-Situation beizutragen.

„Der Weg ins Verderben ist mit lauter Erfolgsrezepten gepflastert.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Ideal ist ein Gesprächsverlauf dann, wenn Bewerber*innen sich mit ihren Fragen auf die vorherigen Aussagen des Gegenübers beziehen können.

Mein Tipp für Sie: Achten Sie also darauf, ob meine Beispielfragen von oben für Sie aus dem Gespräch heraus eine passende Überleitung zu Ihren Überlegungen herstellen. Wenn nicht, bin ich mir sicher, finden Sie selbst die passende Frage oder formulieren einfach um.

Eine überraschende Wendung

Das Ergebnis aus dem Vorstellungsgespräch meiner Kundin mit der Geschäftsführerin des Chemieunternehmens war übrigens mehr als erfreulich.

Einerseits konnte die Geschäftsführerin durch die Fragen meiner Klientin erkennen, dass es sich bei ihr um eine Führungspersönlichkeit handelt, die den Dingen auf den Grund gehen will und nicht um den heißen Brei herumredet. Sie will die beste Lösung finden und scheut dabei auch unangenehme Fragen nicht.

„Es werden sogar Geschenke auf der Weihnachtsfeier verlost, damit jemand kommt.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Andererseits gab ihr die von meiner Klientin genutzte Rückfragenphase aber auch die Möglichkeit, offen über ihre Beweggründe und Vorstellungen als neue Hauptverantwortliche im Unternehmen zu sprechen. Es war ihr sogar möglich, erste Ideen der Bewerberin zur genannten Thematik zu erhalten.

Von diesem Moment an drehte sich das Gespräch, denn die Tochter des Inhabers erzählte authentisch, welche Bauchschmerzen sie bei der Frage des Vaters hatte, ob sie nicht doch „den Laden übernehmen“ wolle.

Mieses Betriebsklima – wie den Karren aus dem Dreck ziehen?

Sie wisse um das schon seit längerem bestehende schlechte Betriebsklima. Wie sollte sie den Karren wieder aus dem Dreck ziehen, wo doch schon so viel Porzellan zerschlagen worden war? Jedes Mal, wenn sie die Bewertungen auf kununu durchlese, so berichtete sie ehrlich, liefe es ihr ganz heiß und kalt den Rücken herunter.

„Arbeitsatmosphäre: Legebatterie bei Kunstlicht.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Ihr sei bewusst, dass sich ihre Aufgaben nicht „mal nebenher“ lösen lassen. Doch für ihren Vater, aber auch die vielen langjährigen Mitarbeitenden, wolle sie sich der Herausforderung annehmen. Es doch zumindest versuchen.

Von der Bewerberin zur Sparringspartnerin

Sie bedankte sich bei der Bewerberin für diese guten Fragen und stand Rede und Antwort, dass sie u.a. genau deshalb das Ruder nun doch noch an sich gerissen habe, weil sie das Erbe ihres Vaters nicht den Bach runter gehen sehen wolle.

Es sei sein Lebenswerk und sie fühle sich jetzt mitverantwortlich, endlich Ruhe und ein gutes Miteinander einzubringen. Das sei sie den Mitarbeitenden, die eine schwere Zeit hinter sich hatten, einfach schuldig – so ihr Credo.

Einzeln zählte sie auf, welche Maßnahmen sie bisher schon ergriffen hatte und welche in Zukunft auf ihrer Agenda stehen. Schritt für Schritt erarbeitete sie sich dabei das Vertrauen meiner Klientin und konnte gemeinsam mit ihr die möglichen Vorgehensweisen besprechen.

So entwickelte sich ein Gespräch unter Sparringspartnern, das nicht mehr wirklich als Vorstellungsgespräch bezeichnet werden konnte. Schon längst, das wurde auch meiner Kundin bewusst, hatte sich die Geschäftsführerin mit der Bewerberin um eine Führungsposition dahingehend ausgetauscht, was die Zukunft sinnvollerweise bringen solle und wie die konkreten Umsetzungen dafür auszusehen hätten. Die beiden waren also längst bei der Arbeit.

„Come in and burn out.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Entscheidend ist, dass sich Bewerber*innen mit dem zukünftigen Arbeitgeber identifizieren und alle an einem Strang ziehen. Dies ist augenscheinlich im vorliegenden Fall geglückt.

In folgendem Blogbeitrag von kununu wird auf den Zusammenhang von Unternehmenskultur und Erfolg eingegangen, denn ohne die passende Haltung der Hauptakteure kann sich keine Unternehmenskultur entwickeln, die Bewerber als Erfolgsfaktor ausmachen.

Der Mut, alles auf eine Karte zu setzen, wird belohnt

Gleich nach dem Termin rief mich die Klientin noch auf dem Nachhauseweg aus ihrem Auto an. Ihre Erleichterung war sofort spürbar, ebenso ihre Begeisterung für diese Geschäftsführerin, bei der die Chemie direkt stimmte.

Gemeinsam gingen wir nochmals in Ruhe die einzelnen Stufen des Vorstellungsgespräches durch und meine Klientin reflektierte ihre Gefühle und Eindrücke.

Kurz gesagt, sie war Feuer und Flamme, denn sie hatte sich einerseits getraut, alles auf eine Karte zu setzen und andererseits wurden ihr Mut und ihr Vertrauen in ihre Beraterin belohnt.

Am Beispiel einer weiteren Kundin von mir möchte ich Ihnen Mut machen, den wichtigsten Megatrend bei Bewerbungen im Jahr 2021 nicht zu ignorieren, damit auch Sie schnell und erfolgreich einen neuen Job finden. Lesen Sie dazu meinen kürzlich erschienenen Blogartikel.

Zu dem Zeitpunkt hatte die Geschäftsführerin noch nicht entschieden, welcher ihrer Bewerber*innen die Stelle bekommen sollte, doch nur einen Tag später ging der erlösende Anruf bei meiner Kundin ein. Da knallten erst einmal die Korken.

„Viel Basteln. Mac-Gyver-Ausbildung inklusive.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Hier habe ich Ihnen ein weiteres sehenswertes und sehr berührendes Beispiel dafür mitgebracht, wie sich in manchem Vorstellungsgespräch von einem Moment auf den anderen die Dinge völlig drehen können.

Dieser kleine Film wurde nicht grundlos mehrfach prämiert, denn er trifft nicht nur Bewerber mitten ins Herz. Sie sollten ihn vor Ihrem nächsten Vorstellungsgespräch einfach mehrfach ansehen, um sich der Kraft Ihrer Werte noch bewusster zu werden.

Eine aussichtslose Sache in einen Triumpf verwandeln

Warum ich Ihnen das alles so ausführlich erzähle? Weil Sie sich bei einer Bewerbung unbedingt darüber im Klaren sein müssen, wofür Sie persönlich (auch mit Ihrem Führungshandeln) stehen.

Wenn Sie das für sich herausgefunden haben, können Sie auch in schwierigen Situationen Kante zeigen und kommunizieren, welche Werte für Sie nicht verhandelbar sind. Nur aufgrund dieser Stimmungslage ist Ihr Gegenüber, in diesem Fall die Geschäftsführerin, erst in der Lage einzuschätzen, ob die Zusammenarbeit mit Ihnen das Richtige wäre.

„Katastro-Fee: So heißt das Postskriptum der Wirklichkeit.“

(Originalzitat einer Bewertung auf kununu)

Hier gelten, neben aller Fachkompetenz, vor allem die Persönlichkeit, sprich das jeweilige Wertegerüst, das Miteinander – in guten wie in schlechten Zeiten. Wenn schon im Vorstellungsgespräch Ihre Haltung deutlich wird, dann verwandeln Sie eine vermeintlich aussichtslose Sache doch einfach in Ihren Triumpf, so wie meine Klientin.

Zum Schluss plaudere ich noch einmal aus meinem persönlichen Nähkästchen, denn auch ich habe – vor über 10 Jahren – in einem Vorstellungsgespräch einmal genau diese Situation erlebt:

„Na, Frau Ambacher, wie können Sie uns das denn nun erklären, dass Sie bei Ihrem langjährigen Arbeitgeber rausgeflogen sind? Normalerweise heißt es ja so schön, es werden bei betriebsbedingten Kündigungen immer nur die faulen Äpfel aus dem Korb sortiert.“

(Originalzitat meines zukünftigen Chefs in einer Münchner Unternehmensberatung aus meinem Vorstellungsgespräch)

Im Vorfeld hatte ich noch extra all diese tollen Ratgeber mit dem Titel „101 miese Fragen im Vorstellungsgespräch“ gelesen, doch auf genau diese Frage war ich nicht vorbereitet.

Ich kann bis heute nicht sagen, was mich geritten hat, doch ich hielt, fast wütend, ein flammendes Plädoyer für das, was mir wichtig ist bei einem zukünftigen Arbeitsverhältnis und Misstrauen gehörte definitiv nicht dazu. Während ich mich in Rage redete, lächelten mich beide Geschäftsführer an. Sie spielten die good- & bad-guy-Nummer und einen Tag später hatte ich den Job in der Tasche …

Aufgrund der Pandemiesituation droht der Wirtschaft aktuell in einigen Bereichen eine schwere Rezession. Ist es deshalb Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken? Warum das Gegenteil der Fall ist und Sie die Chancen dieser Krise für sich und Ihre Bewerbungen unbedingt nutzen sollten, dass erzähle ich Ihnen meinem Blogbeitrag.

Fazit

Bis heute erinnert mich die Geschichte meines damaligen Vorstellungsgespräches bei der Begleitung von Fach- und Führungskräften während ihrer Jobsuche immer wieder daran, wie wichtig es ist, Haltung zu bewahren und das Mut belohnt wird.

Ich habe Ihnen in meinem heutigen Blogbeitrag einige Beispiele dafür genannt, wie Sie sich sinnvoll auf eine Bewerbung und ein Vorstellungsgespräch vorbereiten.

Nutzen Sie die Erfahrungen anderer auf Bewertungsportalen zu Ihrem Vorteil und versetzen Sie sich in die Lage, Ihr Gegenüber im Vorstellungsgespräch mit gut vorbereiteten Fragen zu verblüffen und dem Gespräch eine ganz neue Wendung zu geben.

Wenn Sie sich noch nicht ganz sicher sind, ob Sie sich beim richtigen Unternehmen bewerben und ob Sie auf Ihr Vorstellungsgespräch bestens vorbereitet sind, kontaktieren Sie mich direkt – ich bin nur einen Klick weit von Ihnen entfernt.

Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir einfach jetzt eine Nachricht. Gemeinsam stellen wir die richtigen Weichen, denn bei Ihrer Bewerbung geht es um nichts weniger als Ihre berufliche Zukunft!

Ihre Franziska Ambacher

Ihr Inspirationsfeuerwerk für Werte-orientierte Veränderung.

Werde, was in Dir steckt.

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